Zerlegungsvermessung
(in Sachsen-Anhalt)
Anhand der im Liegenschaftskataster vorhandenen historischen Messungsunterlagen werden die Grenzen vor Ort untersucht und der rechtmäßige Zustand mit den örtlichen Verhältnissen verglichen, wobei teilweise erhebliche Differenzen durch abweichende Nutzung auftreten können.
Es werden alle in Frage kommenden Unterlagen ausgewertet, bi szurück in die Zeiten der “Preußischen Separation” ab 1860, die mitunter durchaus ausschlaggebend für die Reproduktion des Grenzverlaufes sein können.
Auch in historischen Zeiten führten viele Vermessungen zu Koordinatenverzeichnissen als Basis für die spätere Kartierung in analogen Liegenschaftskarten. Diese Karten bilden die unverzichtbare Basis der heutigen ALK, der Automatisiert geführten Liegenschaftskarte.
Die verwendeten Koordinatensysteme entsprechen nicht den heutigen Systemen und müssen deshalb durch Anschlußmessungen (auch mittels GPS) ineinander umgerechnet, transformiert werden.
Fortführungsrisse dokumentieren grafisch die Vermessungsergebnisse als Skizze und bilden zusammen mit den digitalen Messdaten die Basis für die Änderungen, die in das Liegenschaftskataster einfließen sollen.
In ROT sind hier die neuen Grenzen bzw. neuen Grenzpunkte dargestellt, in SCHWARZ der bisherige Grenzverlauf. Die Darstellung dient der Übersicht und ist meist erheblich verzerrt, also ein Skizze, aus der keine direkten Maße entnommen werden können.



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